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15.11.2018

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25.10.2018

Liebe Asylhelfer/innen,

 

auf dem 1. Gesamtbayerischen Asylgipfel am 3.10. in München erarbeiteten die rund 150 Teilnehmer sieben Empfehlungen für die neue Bayerische Staatsregierung.

 

Diese sind auf www.asyl.bayern abrufbar.  Oder direkt hier: https://asyl.ruhr/bayern/pdf/Handlungsempfehlungen_20181003.pdf

 

Unterstützt werden die Empfehlungen zusätzlich von Gemeinsam für Menschenrechte und Demokratie, matteo - Kirche und Asyl e.V. und von UnserVeto - Bayern, dem Landesverband der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer.

 

Gerne können Sie diese Empfehlungen an Ihnen bekannte Politiker weiterleiten.

 

Herzliche Grüße

Bernhard Rieger

 

www.asylhelfer.bayern - Portalseite der Arbeits- und Helferkreise Asyl in Bayern

www.asyl.bayern - Vernetzungstreffen der Helfer- und Unterstützerkreise in Bayern

 

 

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9.10.2018

 

Liebe Asylhelfer/innen in Bayern,

 

die Bundesregierung erweitert das Rückkehrförderprogramm StarthilfePlus ab sofort (seit dem 15. September 2018) erneut bis zum 31. Dezember 2018 um die Aktion "Dein Land. Deine Zukunft. Jetzt!".

 

Die Aktion ist darauf gerichtet Rückkehrern durch einen zwölfmonatigen Wohnkostenzuschuss im Herkunftsland eine nachhaltige Reintegration zu ermöglichen.

 

Noch bis Ende Dezember 2018 wird somit eine besondere Förderung der Wohnkosten im Herkunftsland im Wert von bis zu 3.000 EUR gewährt. Familien können Sachleistungen zum Beispiel für Miete, Bau- und Renovierungsarbeiten oder die Grundausstattung für Küche oder Bad im Wert von bis zu 3.000 EUR bekommen, Einzelpersonen im Wert von bis zu 1.000 EUR. Anträge auf Rückkehrförderung können in jeder Rückkehrberatungsstelle gestellt werden. Die konkrete Art der Unterstützung wird mit der regionalen Vertretung der Internationalen Organisation für Migration (IOM) im Zielland abgestimmt.

 

Weitere Infos: https://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/20181008-bmi-pm-rueckkehr-dein-land-kampagne.html

 

 

Herzliche Grüße

Bernhard Rieger

 

www.asylhelfer.bayern - Portalseite der Arbeits- und Helferkreise Asyl in Bayern

 

www.asyl.bayern - Vernetzungstreffen der Helfer- und Unterstützerkreise in Bayern

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9.10.2018

 

Berliner Erklärung zum Flüchtlingsschutz:

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Caritas Schreiben zu Arbeits- und Ausbildungsgenehmigungen:

 

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Brief Arbeits- und Ausbildungserlaubnis
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27.9.2018

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26.7.2018

 

Brief des Diözesenrates der Katholiken:

 

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Brief Arbeits- und Ausbildungserlaubnis
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20.7.2018

 

Liebe Asylhelfer/innen in Bayern,

 

anbei die gestern in Ansbach vorgestellte Resolution.

 

Herzliche Grüße                

Bernhard Rieger

 


20.6.2018

 

Anbei die lesenswerte Resolution des 1. fränkischen Asylgipfels:

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Resolution des 1. fränkischen Asylgipfe
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Pressemitteilung

 

Caritasverband der Erzdiözese München

und Freising e.V.

 

Pressestelle

Leitung: Bettina Bäumlisberger Telefon: (089) 55 169 228 Hirtenstr. 4

Referentinnen: Marion Müller-Ranetsberger Telefax: (089) 55 169 577 80335 München

Manuela Dillmeier pressestelle@caritasmuenchen.de www.caritas-nah-am-nächsten.de

Valentina-Anna Rätz

 

Geflüchtete in Arbeit bringen

Falterbaum: Wer seine Identität belegt, soll arbeiten dürfen

Integrationsleistungen müssen anerkannt werden

 

München, 15. Juni 2018.

 

Caritasdirektor Georg Falterbaum sieht dem Asylstreit in der Union mit Sorge entgegen: „Wenn die Debatten weiterhin auf diesem Niveau stattfinden, müssen wir uns nicht wundern, wenn christliche Grundgedanken wie Solidarität und Nächstenliebe verschwinden und die Gesellschaft sich weiter spaltet“, erklärt Falterbaum angesichts des aktuellen Koalitionsstreits um die Zurückweisung von Flüchtlingen an den Grenzen. Unterschiedliche Positionen zu vertreten, sei wesentlicher Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft, aber hier ginge es um Menschenrechte und christliche Grundwerte wie Teilhabe und Inklusion für alle Menschen. Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen parteipolitischen Machtspiele unwürdig.

 

Der Ausschluss von Arbeit und Beschäftigung bewirke das Gegenteil von Teilhabe und Inklusion. Deshalb fordert Falterbaum: „Geflüchtete, die ihre Identität belegen oder ein gültiges Reisedokument vorlegen, sollten einen nachrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten – und zwar unabhängig davon, wie der Verfahrensstand ihres Asylgesuchs ist oder aus welchem Herkunftsland sie stammen.“ Besonders Menschen, bei denen sich keine zeitnahe Ausreise abzeichne, sollten Sprachkurse und Maßnahmen zur beruflichen Integration erhalten. Falterbaum schlägt für Personen, die Integrationsinteresse zeigen, eine Aufenthaltserlaubnis von zwei Jahren vor. „Wer sich bewährt, fleißig ist und es bis dahin schafft, seinen Lebensunterhalt nachweislich eigenständig zu bestreiten oder erfolgreich eine Ausbildung absolviert, sollte auch länger bleiben dürfen“, schlägt Falterbaum vor. „Wer es nicht schafft, muss ausreisen.“

 

Die Vorteile liegen für den Vorstandschef des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising auf der Hand: Die Kosten für die Sicherung des Lebensunterhalts der Geflüchteten reduzierten sich. Arbeits- und Ausbildungsplätze vor allem in Mangelberufen wie etwa im Erziehungs- und Pflegebereich könnten besetzt werden. Schwarzarbeit, Aggressionen und Kriminalität könnten zurückgedrängt werden, weil die geflüchteten Menschen eine Perspektive sähen. „All dies“, so Falterbaum, „könnte die gesellschaftliche Akzeptanz für Geflüchtete erhöhen.“

Aufgrund ihrer ganz konkreten Erfahrung in unterschiedlich großen Einrichtungen positioniere sich die Caritas auch weiterhin klar gegen eine Zentralisierung von Geflüchteten in großen Transitlagern wie den sogenannten Anker-Zentren. In Einrichtungen mit über 1000 Menschen, die nur auf Exklusion ausgerichtet seien, ließen sich weder optimale Betreuung noch adäquate Rechtsberatung gewährleisten. „Andererseits können Menschen, die sich strafbar gemacht haben, sicherlich nicht erwarten, in Deutschland mit offenen Armen aufgenommen zu werden. Unbescholtene und gut integrierte Flüchtlinge hingegen aus ihrem Leben zu reißen, entspricht nicht unseren Wertevorstellungen“, so Falterbaum. (mmr/beb)


23.5.2018

Sehr geehrte Helferkreise,

 

Ggf. haben Sie hiervon  bereits über die Medien oder andere Kanäle erfahren:

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat in seinem Urteil vom 16.05.2018 die §§ 23 (Unterkunftsgebühr)und 24 DVAsyl (Gebühren für Verpflegung und Haushaltsenergie) für unwirksam erklärt.

Da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, sind abschließende Aussagen hierzu noch nicht möglich.

 

Wir möchten Ihnen dennoch die Empfehlung unseres beratenden Rechtsanwalts weitergeben:

 

  • Ab sofort sollte gegen alle künftigen und noch nicht rechtskräftigen Bescheide vorgegangen werden.

 

  • Laufende (Raten-)Zahlungen für Unterkunftsgebühren sollten eingestellt werden.

 

Sollten AsylbewerberInnen oder anerkannte Geflüchtete die Sie unterstützen Fragen zu diesem Thema haben,

wenden sie sich am besten an die jeweils zuständigen BeraterInnen.

 

Sobald wir neue Informationen zu diesem Thema haben, werden wir Sie informieren.

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Maria-Brigitte Struve   und   Moritz Beck
Dipl. Soz.päd. (FH)                 Sozialarbeiter B.A.  


18.5.2018

Stellungnahme von Pfarrer Jost Herrmann:

 

Liebe Asylhelfer,

das Urteil ist gigantisch. Nicht nur das Ergebnis. Ihr müsst unbedingt den ganzen Text lesen. Eine schallende Ohrfeige. Und vieles andere wird auch behandelt. Julia Poweleit und ich haben heute Nacht in zwei Schichten das Urteil ‚ausgedeutscht‘.  Aus 42 Seiten wurden sechs. Ich arbeite nun genau fünf Jahren als ehrenamtlicher (und nun hauptamtlicher) Asylhelfer. Es ist das erste Mal, dass ich erlebe, dass wir Asylhelfer auf ganzer Linie Recht bekommen. Und das erlebe ich an meinem fünftletzten Arbeitstag. L

Also sorgfältig lesen und flächendeckend weiterverbreiten.

Ich gehe davon aus, dass die Asylhelfer die Zahlungen einstellen können und womöglich auch Geld zurück bekommen. Aber da warten wir mal, was die Anwälte sagen

Den Tag genießen ist die Devise heute.

Grüße

Jost

www.asylimoberland.de

 

 

Pfarrer Jost Herrmann

Koordination der Unterstützerkreise Asyl im Landkreis Weilheim-Schongau

 

Hier das "ausgedeutschte" Urteil zum Download: 

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Verwaltgungsgerichtsurteil-Zusammenfassu
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17.5.2018

Pressemitteilung des Bayerischen Flüchtlingsrats, 08.05.2018

„Flüchtlingshelfer*innen und stolz darauf!“

Zum Schmarrn der CSU mit der Anti-Abschiebe-Industrie

Am Wochenende schwadronierte der CSU-Landesgruppenchef im Deutschen Bundestag, Alexander Dobrint, über die Anti-Abschiebe-Industrie, die es darauf abgesehen habe, kriminelle Ausländer vor der Abschiebung zu bewahren, und Kasse damit zu machen. Und wer noch nicht verstanden hatte, dass damit u.a. der Bayerische Flüchtlingsrat gemeint ist, dem half heute Bayerns CSU-Innenminister Joachim Herrmann im Deutschlandfunk auf die Sprünge.

Wir gestehen ein: wir verhindern Abschiebungen. Wann und wo es uns möglich ist. Unverbesserlich. Aber das aus guten Gründen:

Beispiel Qualität der Asylverfahren
Jahrelang haben Mitarbeiter*innen des BAMF, die in aller Eile eingestellt wurden, um die gestiegene Zahl der Asylanträge abzuarbeiten, Asylentscheidungen getroffen, ohne auch nur eine Minute für ihre komplexe Tätigkeit geschult oder richtig eingearbeitet zu werden. Es gibt Probleme mit den Dolmetscher*innen, oder die Asylentscheidungen werden gleich an Entscheidungszentren abgegeben, die nach Aktenlage entscheiden. Alle Geflüchteten haben in einem Rechtsstaat das Recht, gegen ihre Asylablehnungen zu klagen. Fast die Hälfte der Ablehnungsbescheide des BAMF wird von den Gerichten kassiert, bei Syrer*innen und Afghan*innen sind es rund 60 Prozent. All diese Menschen haben Unterstützung im Kampf mit dem Rechtsstaat verdient, eine Kernaufgabe des Bayerischen Flüchtlingsrats!

Beispiel Afghanistan
Obwohl es kein Botschaftspersonal mehr in Afghanistan gibt; obwohl der deutsche Botschafter mit seinem engsten Referentenstab selbst Asyl in der US-Botschaft gefunden hat; obwohl alle (UN-)Organisationen, die noch in Afghanistan tätig sind, sich mit allen anderen Expert*innen einig sind, dass es in Afghanistan keine sicheren Landesteile mehr gibt; obwohl es täglich zu Anschlägen der Taliban und des IS kommt, halten Herrmann und der CSU-Bundesinnenminister Horst Seehofer an der Mär von den sicheren Gebieten in Afghanistan fest. Die Geflüchteten, die aufgrund dieser Lüge abgeschoben werden sollen, zu unterstützen und vor der Abschiebung zu bewahren, ist eines unserer dringlichsten Anliegen und eine Kernaufgabe des bayerischen Flüchtlingsrats!

Beispiel AnKER-Einrichtungen
In Bayern gibt es Transitzentren in Bamberg, Manching, Deggendorf und Regensburg. Diese sollen, so die Staatsregierung, dem Flughafenverfahren möglichst ähnlich sein, deshalb werden Geflüchtete monate- und jahrelang in diesen Abschiebelagern isoliert, damit sie sich nicht integrieren können. Denn „das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist. Weil den wirst Du nie wieder abschieben“, so der ehemalige CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Diesen Geflüchteten Unterstützung zu bieten und einen Zugang zu anwaltlicher Beratung zu verschaffen, dafür zu sorgen, dass die Grundrechte dieser Menschen geachtet und nicht mit Füßen getreten werden, gehört ebenfalls zu den Kernaufgaben des Bayerischen Flüchtlingsrats!

Dass die Inanspruchnahme von Rechten zur illegalen Handlung umgedeutet wird, ist schon eine Frechheit. Der Rechtsstaat gilt nicht nur für Dobrindt, Herrmann, Seehofer, Scheuer, sondern auch für Geflüchtete. Wer ihnen das Recht auf Klage nehmen will, greift den Rechtsstaat in seinem Kernbestand an. Dass Alexander Dobrindt mit seiner Anti-Abschiebungs-Industrie jedoch ungeniert Anleihen bei den Begrifflichkeiten der extremen Rechten nimmt, ist jedoch besonders dreist“, kritisiert Agnes Andrae vom Bayerischen Flüchtlingsrat. „Wir wissen, dass die CSU bei ihren dummen und menschenfeindlichen Provokationen unseren Protest bereits mit einkalkuliert. Erst der sorgt für die richtige Aufmerksamkeit bei den extremen Rechten, denn dort will die CSU potentielle Wähler*innen abholen und in die CSU reintegrieren. Das ändert jedoch nichts an unserem Protest. Wir sind Flüchtlingshelfer*innen und stolz darauf! Die CSU sollte sich lieber an die ihr nahestehende Hanns-Seidel-Stiftung halten, die die CSU davor warnt, zu weit nach rechts zu rücken. Mit rechten Sprüchen hole man nicht die extrem Rechten zurück, sondern stärke sie nur. In der gesellschaftlichen Mitte habe man hingegen viel zu verlieren. Also nur weiter so, CSU!


25.4.2018

Na das war echt ein Volltreffer, unser Ausflug nach Rosenheim zum Bowling! Alle hatten sehr viel Spass!

Ein Riesendank an Lisa, sie hat durch perfekte Organisation diesen schönen Abend erst möglich gemacht.


16.4.2018

Der  11. 4. war ein schöner Tag für den Helferkreis, wir waren vom Jacki in seiner Tapas Bar zum Essen eingeladen, die Getränke wurden von der Gemeinde gestiftet. Es tat allen Helfern gut, etwas Wertschätzung zu erfahren nach nunmehr 2 1/2 Jahren ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit.

Toller Abend, super Essen und gute Gespräche - ein ganz dickes Dankeschön an Jacki und den Bürgermeister!!


30.11.2017

Ein Bericht aus der heutigen Ausgabe der süddeutschen Zeitung zur Veranstaltung am vergangenen Dienstag, den 28.11.2017 im bayrischen Landtag:


28.11.2017

Der Auszug aus einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung zeigt wieder einmal, wie mit arbeitswilligen Flüchtlingen und "arbeitskraft-suchenden" Handwerksbetrieben in Bayern umgegangen wird.

 

BÜROKRATIE ZWINGT ZUM NICHTSTUN

 

Handwerksbetriebe würden gerne Flüchtlinge aus Nigeria und Afghanistan einstellen - doch das lässt der Staat nicht zu

Maurermeister Wolfgang Mudrich sucht dringend Mitarbeiter für seinen Baubetrieb. Ein Mann aus Nigeria stellte sich bei ihm vor, er konnte gut anpacken. Mudrich wollte ihn einstellen, doch die Ausländerbehörde erlaubte es nicht. "Es ist uns gelungen, einen ganzen Ordner mit Anträgen zu füllen, aber arbeiten durfte er trotzdem nicht", sagt der Maurermeister. "Jetzt lungert er in der Unterkunft herum und wir brauchen dringend Mitarbeiter."

Der Nigerianer ist dem Landkreis Rosenheim zugewiesen. Würde er in München wohnen, hätte er möglicherweise arbeiten dürfen. Wäre er ein Syrer, wären seine Chancen auf eine Arbeitserlaubnis auch besser gewesen. Das Beispiel zeigt: Die Regelungen sind für Asylbewerber wie Unternehmer gleichermaßen verwirrend, die ungleiche Behandlung ist kaum nachzuvollziehen. Die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern fordert daher dringend mehr Planungs- und Rechtssicherheit.

 Nigeria gilt als Herkunftsland, aus dem Flüchtlinge keine gute Bleibeperspektive haben. Das bedeutet, dass Flüchtlingen aus Nigeria während ihres Asylverfahrens an vielen Integrationsmaßnahmen nicht teilnehmen und häufig auch nicht arbeiten dürfen - letzteres liegt im Ermessen der Ausländerbehörde. Problematisch dabei ist, dass damit auch diejenigen, die Schutz erhalten, zuvor möglicherweise monate- oder jahrelang zum Nichtstun verurteilt sind. Und schwierig ist auch, dass die Regelungen in München anders gehandhabt werden als in Rosenheim, der Syrer bessere Chancen hat als der Nigerianer, dass Unternehmer zunehmend verunsichert sind, einen Flüchtling einzustellen. Dabei werden in vielen Branchen händeringend Mitarbeiter gesucht.

Die Agentur für Arbeit in München löst Ende des Jahres ihre Abteilung auf, die sich speziell um die Vermittlung von Asylsuchenden kümmert: das Zentrum Flüchtlinge. Das liegt nicht nur daran, dass immer weniger Asylsuchende in Deutschland um Schutz bitten. Nach Oberbayern kommen auch fast nur noch Flüchtlinge, denen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) keine gute Bleibeperspektive einräumt. Im Zentrum Flüchtlinge werden derzeit noch 680 Menschen betreut, vor einem Jahr waren es noch 4110. Die Agentur ist nur für diejenigen zuständig, bei denen das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Haben sie ein Aufenthaltsrecht, kümmert sich das Jobcenter um sie. Natürlich würden sie auch im kommenden Jahr noch Flüchtlinge vermitteln, sagt Anne Beck, Sprecherin der Agentur. Eine eigene Abteilung dafür lohne sich aber nicht mehr. Die zwei größten Nationalitätengruppen in Münchner Unterkünften sind Afghanen und Nigerianer. Doch die dürften sie mit den Fördermaßnahmen nicht mehr betreuen, so Beck.

 abei sind die Chancen, als Afghane ein Aufenthaltsrecht zu erhalten, gar nicht so gering. Sie liegen zwischen 40 und 50 Prozent. Doch damit gehören sie laut Bamf nicht zur Kategorie mit guter Bleibeperspektive. Die erteilt das Bundesamtes nur den Ländern, aus denen mehr als 50 Prozent der Asylsuchenden Schutz erhalten. Das sind derzeit fünf: Eritrea, Irak, Iran, Somalia und Syrien. In den Münchner Außenstellen des Bundesamts werden aber offenbar keine Asylverfahren mehr von Menschen dieser fünf Nationalitäten behandelt. Der Grund dafür? Konkret zu der Liste der Länder könne er sich nicht äußern, sagt ein Sprecher des Bundesamtes. Um die Dienststellen gleichmäßig auszulasten, könnten sich auch die Zuständigkeiten ändern. Ziel sei es, schnell und sorgfältig über Asylverfahren zu entscheiden.

"Für die Firmen und uns ist es leichter, Flüchtlinge aus Ländern mit hoher Bleibeperspektive zu integrieren", sagt Anette Farrenkopf, Chefin des Münchner Jobcenters. Denn die erhalten von Anfang an bessere Möglichkeiten, um sich zu integrieren. Wenn nur noch Geflüchtete kommen, die keine oder eine geringe Bleibeperspektive haben, werde eine große Chance für den Wirtschaftsstandort München vertan, sagt auch Hubert Schöffmann, bildungspolitischer Sprecher der Industrie und Handelskammer (IHK). "Das ist eine äußerst fragwürdige Entwicklung, die wir nicht nachvollziehen können."

In den oberbayerischen Unternehmen der IHK haben in diesem Jahr 1200 Flüchtlinge eine Lehre begonnen, 600 davon allein in München. Und entgegen manch einer Schwarzmalerei sei die Abbrecherquote bei Flüchtlingen nicht besonders hoch. Im Gegenteil: in den Betrieben der Industrie- und Handelskammer würden insgesamt 20 Prozent der Azubis ihre Lehre abbrechen, unter den Flüchtlingen seien es nur 18 Prozent.

Eigentlich darf jeder Asylbewerber drei Monate nach seiner Ankunft arbeiten - wenn er nicht aus einem Herkunftsland kommt, das als sicher eingestuft wird; solange er keine Ablehnung erhalten hat; wenn kein Deutscher oder EU-Bürger den Job will; wenn die zuständige Ausländerbehörde ihm die Genehmigung erteilt. In München erteile die Behörde in der Regel auch eine Arbeitserlaubnis, sagt Rebecca Kilian-Mason, Geschäftsführerin des Münchner Flüchtlingsrats. Doch in vielen Landkreisen Bayerns dürfen diejenigen, die nicht aus Eritrea, Iran, Irak, Somalia oder Syrien kommen, während des Asylverfahrens nicht arbeiten. Die Entscheidung richtet sich dann nicht nach dem individuellen Einzelfall, sondern nach der pauschalen Einordnung in gute oder nicht gute Bleibeperspektive. "Wir haben festgestellt, dass Arbeitgeber zunehmend abgeschreckt werden, einen Geflüchteten einzustellen, so Kilian-Mason.

Keine Frage, es sei komplizierter als einen deutschen Mitarbeiter zu beschäftigen. Doch sie appelliert an die Wirtschaft, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Wenn ein Flüchtling anerkannt ist, darf er genauso arbeiten wie ein Deutscher. "Und wenn sein Aufenthalt noch unsicher ist, gibt es trotzdem Möglichkeiten, ihn einzustellen", sagt Rebecca Kilian-Mason. Betriebe sollten sich am besten beraten lassen.

"Die Wirtschaft in München und Oberbayern ist sehr aufnahmefähig, und sie ist auch angewiesen auf die Menschen", sagt IHK-Sprecher Hubert Schöffmann. Zudem gebe es gerade in der Stadt München eine sehr gute Struktur für die Integration der Flüchtlinge. Schöffmann fordert daher im Sinne der Unternehmen mehr Unterstützung von der Politik und weniger Bürokratie.abei sind die Chancen, als Afghane ein Aufenthaltsrecht zu erhalten, gar nicht so gering. Sie liegen zwischen 40 und 50 Prozent. Doch damit gehören sie laut Bamf nicht zur Kategorie mit guter Bleibeperspektive. Die erteilt das Bundesamtes nur den Ländern, aus denen mehr als 50 Prozent der Asylsuchenden Schutz erhalten. Das sind derzeit fünf: Eritrea, Irak, Iran, Somalia und Syrien. In den Münchner Außenstellen des Bundesamts werden aber offenbar keine Asylverfahren mehr von Menschen dieser fünf Nationalitäten behandelt. Der Grund dafür? Konkret zu der Liste der Länder könne er sich nicht äußern, sagt ein Sprecher des Bundesamtes. Um die Dienststellen gleichmäßig auszulasten, könnten sich auch die Zuständigkeiten ändern. Ziel sei es, schnell und sorgfältig über Asylverfahren zu entscheiden.

"Für die Firmen und uns ist es leichter, Flüchtlinge aus Ländern mit hoher Bleibeperspektive zu integrieren", sagt Anette Farrenkopf, Chefin des Münchner Jobcenters. Denn die erhalten von Anfang an bessere Möglichkeiten, um sich zu integrieren. Wenn nur noch Geflüchtete kommen, die keine oder eine geringe Bleibeperspektive haben, werde eine große Chance für den Wirtschaftsstandort München vertan, sagt auch Hubert Schöffmann, bildungspolitischer Sprecher der Industrie und Handelskammer (IHK). "Das ist eine äußerst fragwürdige Entwicklung, die wir nicht nachvollziehen können."

In den oberbayerischen Unternehmen der IHK haben in diesem Jahr 1200 Flüchtlinge eine Lehre begonnen, 600 davon allein in München. Und entgegen manch einer Schwarzmalerei sei die Abbrecherquote bei Flüchtlingen nicht besonders hoch. Im Gegenteil: in den Betrieben der Industrie- und Handelskammer würden insgesamt 20 Prozent der Azubis ihre Lehre abbrechen, unter den Flüchtlingen seien es nur 18 Prozent.

Eigentlich darf jeder Asylbewerber drei Monate nach seiner Ankunft arbeiten - wenn er nicht aus einem Herkunftsland kommt, das als sicher eingestuft wird; solange er keine Ablehnung erhalten hat; wenn kein Deutscher oder EU-Bürger den Job will; wenn die zuständige Ausländerbehörde ihm die Genehmigung erteilt. In München erteile die Behörde in der Regel auch eine Arbeitserlaubnis, sagt Rebecca Kilian-Mason, Geschäftsführerin des Münchner Flüchtlingsrats. Doch in vielen Landkreisen Bayerns dürfen diejenigen, die nicht aus Eritrea, Iran, Irak, Somalia oder Syrien kommen, während des Asylverfahrens nicht arbeiten. Die Entscheidung richtet sich dann nicht nach dem individuellen Einzelfall, sondern nach der pauschalen Einordnung in gute oder nicht gute Bleibeperspektive. "Wir haben festgestellt, dass Arbeitgeber zunehmend abgeschreckt werden, einen Geflüchteten einzustellen, so Kilian-Mason.

Keine Frage, es sei komplizierter als einen deutschen Mitarbeiter zu beschäftigen. Doch sie appelliert an die Wirtschaft, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Wenn ein Flüchtling anerkannt ist, darf er genauso arbeiten wie ein Deutscher. "Und wenn sein Aufenthalt noch unsicher ist, gibt es trotzdem Möglichkeiten, ihn einzustellen", sagt Rebecca Kilian-Mason. Betriebe sollten sich am besten beraten lassen.

"Die Wirtschaft in München und Oberbayern ist sehr aufnahmefähig, und sie ist auch angewiesen auf die Menschen", sagt IHK-Sprecher Hubert Schöffmann. Zudem gebe es gerade in der Stadt München eine sehr gute Struktur für die Integration der Flüchtlinge. Schöffmann fordert daher im Sinne der Unternehmen mehr Unterstützung von der Politik und weniger Bürokratie. 



02.09.2017

 

Zum Nichtstun verurteilt - so schreibt die Süddeutsche Zeitung. Und wir vom Helferkreis können dies nur unterstreichen. 

Wir haben es selbst erlebt, wie schwierig es ist, junge, motivierte Flüchtlinge in Arbeit zu bringen. Und es lag nicht an den Arbeitgebern, dass es letztendlich scheiterte. 

Aber lesen Sie selbst!

 


27.08.2017

Ausflug Helferkreis und Flüchtlinge zur Gießenbachklamm

Lisa hat für das Sommerprogramm eine wunderschöne abwechslungsreiche Wanderung ausgesucht, bei der wir gemeinsam mit Flüchtlingen eine Klamm besuchten. Das Wetter war traumhaft und so machten sich drei Autos mit fünf Helfern und sieben Flüchtlingen auf den Weg nach Kiefersfelden. Gleich zu Beginn der Rundtour bestaunten alle das Wasserrad mit einem Durchmesser von 7 Metern. Anschließend galt es 200 Stufen bergauf zu erklimmen, aber alle waren so motiviert und fit, dass wir in Windeseile am Ende der Klamm und in der Nähe der Schopperalm ankamen. Dort gab es auf einer Wiese eine ausgiebige Rast, bevor wir uns auf den Weg zurück machten. Diesmal über den Trojerhof, der als ältester Bergbauernhof Bayerns gilt. Von dort ging es den Winter-Rodelweg steil bergab zum Ausgangspunkt.

Als Abschluss gab es noch ein kleines Highlight. Die Sommerrodelbahn von Oberaudorf. Nachdem alle ihren Obulus gezahlt hatten, ging es mit dem Sessellift rauf und mit viel Gaudi wieder runter. Bei einem Getränk an der Talstation ließen wir den Tag ausklingen und alle waren der einhelligen Meinung: Schee war´s!



12.08.2017

Sommerfest des Helferkreises

Der Wettergott hatte nach dem Regen ein Erbarmen und bescherte uns sogar einige Sonnenstrahlen. Vorsorglich hatten wir aber Zelte aufgestellt. Hier ein herzliches Dankeschön an den Zeltverleiher Dominik Randl.

 

Um 18 Uhr trafen sich dann Helferkreis und viele, viele Flüchtlinge aus Eggstätt zum Grillen, Spielen, Ratschen und einfach mal gesellig beisammen zu sein. Bürgermeister Schartner war eingeladen und zeigte sich als super Grillmeister gemeinsam mit Mustafa aus Syrien, der ja bekanntlich nun eine Wohnung in Prien und eine Arbeitsstelle in Frasdorf hat. Die Flüchtlinge ließen es sich nicht nehmen und brachten viel selbstgekochtes Essen mit. Resultat war ein reichhaltiges, internationales Buffet. 

Alle hatten richtig viel Spaß und es war schön, dass so viele Kinder dabei waren, die sich mittlerweile sehr gut mit uns auf Deutsch unterhalten können. 

Lisa verteilte Zertifikate an viele Flüchtlinge, die den vom Helferkreis zusätzlich organisierten Sprachkurs besucht hatten.

Gegen Mitternacht war dann Schluss. Am nächsten Tag war in Windeseile alles wieder aufgeräumt. Es war ein sehr gelungenes Fest! Spaß hat´s gemacht.

An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Eggstätter Stockschützen, die uns das Klubhäuschen mit Außenbereich zur Verfügung stellten.



22.5.2017


04.03.2017

Sternfahrt nach München zum Gruppenbild unter der Bavaria

 

An einem sonnigen Samstagvormittag folgten 3 Helfer aus dem Helferkreis Eggstätt dem Aufruf und waren angesichts der Resonanz aus anderen Helferkreisen freudig überrascht. Nach Angaben des Initiators, Pfarrer Jost Herrmann aus Weilheim, waren etwa 1.000 Helfer nach München gereist!

Anlass für diese Aktion waren das innerministerielle Schreiben von Minister Herrmann (siehe Links) zum Entzug der Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge sowie die Abschiebungen nach Afghanistan. Viele Helferkreise aus ganz Bayern haben die Tutzinger Resolution (siehe Links) unterzeichnet. Mit der Sternfahrt wollten die Helferkreise ein Zeichen setzen, dass es so nicht weitergehen kann. 

Am Bahnhof Bad Endorf trafen sich ca. 50 Helfer, um gemeinsam nach München zu fahren. Ein großes Hallo mit den Helfern aus Tittmoning, Bernau und Prien im überfüllten Zug. Am Münchner Hauptbahnhof war großer Treffpunkt und gemeinsam zogen wir begleitet von Pressevertretern  zur Theresienwiese. Es dauerte eine Weile bis sich alle auf der Treppe postierten, aber dann war es ein beeindruckendes Bild, wie man auf den Fotos sehen kann. Nun hoffen wir auf ein breites Presseecho am Montag in den Zeitungen. Anwesend waren viele Pressevertreter und am Samstag gab es schon einen ersten ausführlicher Bericht in der Rundschau des  BR.  Bericht zur Sternfahrt

 

Bericht im Münchner Merkur



7.11.2016

 

Arbeit  fördert die Integration

Beim 4. Eggstätter „BEINAND“ berichteten Arbeitgeber über ihre Zusammenarbeit mit Flüchtlingen

 

In Eggstätt leben derzeit 53 Flüchtlinge. Sie besuchen Sprach- und Integrations-kurse und lernen immer mehr die hiesige Lebensweise kennen. Ein wichtiges Ziel ist, dass sie einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen können: je nach persönlicher Situation und Voraussetzung kann das eine schulische oder berufliche Bildung sein oder im besten Fall eine Teil- oder Vollzeittätigkeit. Der Helferkreis Eggstätt hat es in guter Zusammenarbeit mit lokalen Arbeitgebern und der Gemeinde Eggstätt in den vergangenen Monaten geschafft, 10 Flüchtlinge in Arbeitsverhältnisse zu vermitteln.

Das Thema ‚Arbeit und Integration‘ stand auch im Zentrum des 4.Eggstätter  ‚BEINAND‘,  das der Arbeitskreis ‚Soziales‘ am Sonntag, dem 6. November, im Pfarrheim der Katholischen Kirchengemeinde St. Georg veranstaltete – auf den Tag genau ein Jahr nach der Ankunft der ersten Flüchtlinge in Eggstätt. Zwischen 80 und 100 Gäste waren anwesend: außer dem ersten und dem zweiten Bürgermeister, einigen Gemeinderäten und dem Pfarrer der Kirchengemeinde waren zahlreiche Interessierte gekommen. Der besondere Akzent war diesmal, dass insbesondere die lokalen Arbeitgeber eingeladen worden waren.

Nach der Begrüßung, in der eine der Veranstalterinnen auf die erfreuliche Situation hinwies, dass dieses „BEINAND“ dank der sprachlichen Fortschritte erstmals ohne Übersetzung ausschließlich in deutscher Sprache stattfinden konnte, sprach Peter Heuken als Vertreter des gesamten Helferkreises. Er betonte, dass die Möglichkeit zu arbeiten mehr bedeute als eine bloße finanzielle Perspektive. Arbeit fördere nicht nur die Integration, sondern auch die Gerechtigkeit. Die Flüchtlinge fühlten sich gebraucht, könnten ihre Zeit nutzen, das deutsche Arbeitsleben kennenlernen und etwas von dem zurückgeben, was sie an Hilfe erfahren haben. Es gehe um ihre „Wert-Schätzung“, und das bedeutet, sie als „Vollmitglied unserer Gesellschaft“ anzuerkennen.

Anschließend informierte die Hauptverantwortliche des Eggstätter AK „Arbeit“, Iris Wagner,  über die Beschäftigungs-möglichkeiten für Asylbewerber: vom Orientierungspraktikum über eine Einstiegsqualifizierung mit nachfolgender Berufsausbildung bis hin zu Teil- bzw. Vollzeit- Anstellungen. Es folgten besonders eindrucksvolle Berichte von lokalen Arbeitgebern über die guten Erfahrungen, die sie mit den von ihnen geförderten Flüchtlingen gemacht haben. Ob Fliesenleger oder Dienstleister, ob Kunststoffverarbeiter oder Mediengestalter – sie alle betonten, dass ihre neuen Mitarbeiter sich schnell und gut in die Arbeitsprozesse eingefunden hätten, dass sie besonders engagiert ihre Aufgaben erledigten und insgesamt für die Firmen einen großen Gewinn darstellen. Einer der ausländischen Azubis veranschaulichte in gut verständlichem Deutsch seine Tätigkeitsfelder.

Am Ende bekamen alle für die große Ermutigung, diesen sinnvollen Weg der Integration einzuschlagen, viel Applaus. Die Arbeitgeber erklärten sich bereit, weitere Interessierte zu beraten (Nähere Informationen sind in der Gemeinde Eggstätt zu erhalten). Das BEINAND klang in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen mit guten Gesprächen aus. 


21.10.2016

Am 18. 10. 2016 hat uns eine Delegation der Grünen besucht, das Lokalfernsehen RFO war auch anwesend und hat einen kleinen Beitrag gedreht. Kann man mit folgendem Link anschauen:

 

http://www.rfo.de/mediathek/58714/Sigi_Hagl_besucht_Asylhelfer_in_Eggst_auml_tt.html


26.9.2016

Kopiert, gefaltet, integriert 


Pünktlich am Freitag um 9:30 standen sie vor der Tür: zwei Asylbewerber, die sich bereit erklärten, beim Vervielfältigen der Kirchenzettel zu helfen. Unter der Anleitung von Pfarrsekretärin Marianne Schönhuber wurde kopiert und gefaltet. Mit der Ein-bindung von Flüchtlingen in das Pfarrleben setzt der Pfarrverband Eggstätt ein deutliches Zeichen. Ungeachtet aller derzeitigen Diskussionen um Aussagen von Politikern, setzt die katholische Kirche auf das Engagement der neuen Gemeinde-mitglieder. "Für uns eine Win-Win-Situation!", freut sich Pfarrer Andreas Przybylski. "Wir unterstützen Deutschkurse durch ein Raumangebot, die Asylbewerber unterstützen uns bei der Erstellung der Gottesdienstordnung. Darüber entwickelt sich Dialog. Das ist Integration!"

Andreas Przybylski, Pfarradministrator 


31.7.2016

 

Bei schönstem Sommerwetter fand das diesjährige "Mia san Eggstätt" rund um´s Rathaus statt, bei dem auch der Helferkreis mit einem Stand vertreten war. Auf großen Stellwänden haben wir die Bürger und Bürgerinnen über unsere Arbeit informiert. Viele Eggstätter haben davon regen Gebrauch gemacht, es gab zahlreiche informative Gespräche. Auch viele Flüchtlinge waren am Stand, sie waren sehr bemüht, die Fragen bereits in deutscher Sprache zu beantworten.

 

 

 

Daneben konnte man Spezialitäten aus den Herkunftsländern der Flüchtlinge probieren, es gab Chicken-Stew mit Reis aus Nigeria, Deftiges und Süßes aus Syrien, Kuchen aus Somalia und viele andere Leckerbissen. Ein voller Erfolg, teilweise musste "nachgekocht" werden.


 

 

Auch die Flüchtlinge hatten viel Spass, sie nutzten die angebotenen Aktivitäten reichlich:

 

Wieder ein kleiner Schritt in Sachen Integration, auch wenn wir uns (vielleicht lag es an dem schönen Badewetter) insgesamt noch mehr Besucher gewünscht hätten.

 

Bei allen Eggstättern und Eggstätterinnen, die uns eine kleine Spende übergeben haben, möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

 


7.7.2016

Zur Situation in der Chiemseestrasse

Anfang April zogen drei neue Familien aus Syrien, dem Irak und Afghanistan zu uns nach Eggstätt in ein bereits seit langem leerstehendes Haus in der Chiemseestrasse. Da in der Turnhalle Raubling - in der die Familien vorher gelebt hatten - die Windpocken ausgebrochen waren und alle schwangeren Frauen schnellstmöglich evakuiert werden sollten, fand die Verlegung sehr kurzfristig statt.  Nach wenigen Wochen stellte sich jedoch heraus, dass das Haus für so viele Menschen brandschutzrechtlich nicht zugelassen war, woraufhin die fünfköpfige Familie aus Afghanistan Mitte Mai erneut verlegt werden musste. Sie lebt nun in Griesstätt und ist glücklich, vorerst angekommen zu sein.

 

Wenige Tage nach dem Einzug in das lediglich mit Bett und Schrank ausgestattete Haus in der Chiemseestrasse, zeigte sich erneut die große Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl vieler Eggstätter und weiterer Menschen aus der näheren Umgebung: schnell wurden Küchenausstattung, Kleidung, Spielzeug, Teppiche, Möbel und vieles mehr gespendet, so dass sich die Geflüchteten wohnlich einrichten und allmählich zur Ruhe kommen konnten.

 

Nun, nach etwa drei Monaten in Eggstätt, gibt es viel Erfreuliches zu berichten:

Beide Familien haben sich gut eingelebt und finden sich immer besser in einem für sie komplett neuen Leben zurecht.

Die Schulkinder besuchen die Grundschule Eggstätt und haben bereits erste Kontakte und Freundschaften geknüpft. Es läuft schon recht ordentlich, sie kommen sprachlich gut voran - was für uns vom Helferkreis auch die Kommunikaton mit den Eltern erleichtert.

Zudem wird mehrmals wöchentlich ehrenamtlich eine Hausaufgabenbetreuung für die Schüler angeboten, die gerne angenommen wird und sich als sehr hilfreich entpuppt.

Da beide Eggstätter Kindergärten in diesem Jahr voll belegt waren, konnte den kleineren Kindern kein Kindergartenplatz angeboten werden. Die Leiterin einer privaten Spielgruppe in Gstadt nahm jedoch unentgeltlich eines der Vorschulkinder an mehreren Wochentagen in ihrer Gruppe auf. Das Kind ist glücklich und freut sich jeweils sehr, dorthin gehen zu dürfen. Ab September werden voraussichtlich einige der Kinder in den Kindergarten gehen können. Dies ist ein wichtiger Schritt, um vor allem die deutsche Sprache zu erlernen und Kontakte zu Gleichaltrigen zu knüpfen.

Auch die Erwachsenen sind nicht untätig: sie besuchen den Sprachkurs in Eggstätt, der von mehreren ehrenamtlich tätigen Lehrern angeboten wird. Trotzdem hoffen sie, ab September an den offiziell angebotenen Integrations- und Sprachkursen teilnehmen zu können, die dann täglich - meist in Rosenheim - stattfinden.

Ab Mitte Juli hat sich ein ehrenamtlicher Pate für die Familie aus dem Irak gefunden - er wird die Familie in verschiedene Bereichen unterstützen, mit den Kindern Hausaufgaben, Ausflüge etc. machen.

Am 28.06.16 fand ein ein vom Helferkreis organisierter Ausflug auf Schloss Herrenchiemsee statt, an dem beide Familien geschlossen teilnahmen und diesen sichtlich genossen.

Und wir haben einen neuen kleinen Mitbürger: das vierte Kind der syrischen Familie, ein Sohn namens Saleh, wurde im Mai geboren und erfreut sich bester Gesundheit.


29.6.2016

Am gestrigen Abend fand im Rathaus eine Sondersitzung des Gemeinderates statt. Der einzige öffentliche Tagesordnungspunkt war: "Der Helferkreis stellt seine Arbeit vor". Für diesen Termin hatten wir eine kleine Präsentation vorbereitet, die wir gerne allen Eggstätter Bürgern und Bürgerinnen zugänglich machen.

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Der Helferkreis stellt sich vor
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28.6.2016

Chiemsee-Ausflug mit Besichtigung des Schlosses Herrenchiemsee

 

Am Sonntag, dem 26. Juni, fand ein Ausflug mit Flüchtlingen und einigen Mitgliedern des Helferkreises zur Herreninsel statt. Mit insgesamt 40 Personen, darunter 12 Kindern, ging die Fahrt zunächst mit Privatautos nach Gstadt und dann mit dem Schiff auf die Herreninsel. Lisa Hekele hatte eine kostenlose Gruppenführung im Schloss Herrenchiemsee organisiert. So lernten die Flüchtlinge einen Teil der bayerischen Geschichte kennen und staunten über die kostbare Ausstattung und die prunkvollen Räume des Schlosses. Schön war auch der gemeinsame Spaziergang (mit sehr unterschiedlichem Lauftempo…) durch den Schlossgarten und über die Inselwege, der die Möglichkeit zu manchem Gespräch bot und einfach Spaß machte. Der angekündigte Regen blieb aus! Am Ende besuchten einige noch das Augustiner Chorherrenstift und schauten sich den Raum an, in dem nach 1945 das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verfasst wurde.

Alle waren sich einig: Dies war ein richtig gelungener Ausflug, der allen Freude gemacht hat.    


13.6.2016

Liebe Eggstätter /-innen,

unter "Arbeitskreise" -> "Arbeit/ Praktika" finden Sie einen aktuellen Bericht zur Situation der Flüchtlinge in Sachen Arbeit


3.6.2016

Hier mal ein Link zur aktuellen Flüchtlingssituation im Landkreis Rosenheim.


1.6.2016

 

Fronleichnamsprozession in Eggstätt

 

Bei bestem Wetter folgten die Ortsvereine, die Blasmusik, der Kirchenchor und viele Gläubige der

Prozession mit dem Allerheiligsten durch Eggstätt. Erstmals fand diese Prozession mit Pfarrer Andreas Przybylski statt. Sehr erfreulich war die Anwesenheit eines Asylbewerbers, der den

Zug zu den vier im Ort aufgebauten Altären begleitete. 


30.5.2016

 

 

Reittag

 

In der Ferienzeit haben wir mit Aya und Yalda einen Ausflug auf den Pferdehof gemacht. Beide durften beim Striegeln und Putzen von Sinclair, einem bayrischen Warmblut helfen und Erstkontakt zum Pferd aufnehmen.

Anschließend konnten sie mit viel Freude an der Longe ihre ersten Reit- und Voltegierversuche machen. Unter der alten Kastanie im Hof gab es dann eine gemütliche Brotzeit. Mit einem Spaziergang durch sommerliche Wiesen und dem Pflücken eines Blumenstraußes für die Mama wurde der wunderschöne Tag abgerundet.

 

Töpfertag

 

Bei strahlendem Sonnenschein hat Belinda die Kinder Yalda, Aya, Hasti, Ahmad und Ibrahim mit dem Fahrrad abgeholt, um bei einer Helferin im Garten zu töpfern. Bei noch warmen Kuchen und selbstgemachtem Apfelsaft wurde mit viel Ausdauer und Freude „gebatzelt“ und jetzt müssen die kleinen Kunstwerke nur noch bemalt und gebrannt werden. Für alle war es ein besonderer Tag und es wurde viel gelacht.

 

 

Maria Sigl und Belinda Habersack


14.5.2016

Der auf der Internetplattform Rosenheim24.de gestern veröffentlichte Polizeibericht entspricht leider weitgehend der Wahrheit.

Ergänzend möchten wir mitteilen, dass der im Bericht genannte Nigerianer auch für uns Helfer seit Längerem ein Problemfall war.

Insofern ist es für die Gemeinde positiv zu werten, dass er sich nicht länger in Eggstätt befindet. 

Die im Bericht angesprochenen Vorgänge liefen insgesamt sehr friedlich ab, die im Polizeibericht spürbare Dramatik können wir nicht bestätigen.


18.4.2016

Erneut sind Familien bzw. Mütter mit ihren Kindern aus Syrien, Irak und Afghanistan angekommen. Es sind wieder angenehme Familien. Vier neue Schulkinder sind angemeldet und bis auf zwei, die noch bis zum 25.04. warten müssen, bereits in der Schule. Die Kinder haben freudig Luftsprünge gemacht als sie in die Schule durften.

Wir haben nun sechs Schulkinder in Eggstätt und drei in Bad Endorf. Zwei Kinder sind im Kindergarten und sieben Kindergartenkinder noch ohne Kindergartenplatz. Die Helfergruppe kommt nun an die Kapazitätsgrenze und sucht für die Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung weitere Mithelfer ebenso für die Betreuung und Sprachförderung der sieben Kleinkinder.

Bei Interesse einfach Kontakt mit uns aufnehmen, es gibt so viel zu tun..


17.4.2016

Gestern waren 2 Helfer wieder mal mit ihren "mobilen Fahrrad-Reparaturservices" unterwegs in der Kirchmeierstr. Höchste Zeit! Bei einige Lampen mussten die Batterien gewechselt werden, kaputte Mäntel und Schläuche wurden gewechselt, Bremsen neu eingestellt, Ketten gespannt und geölt usw. Arbeit gab es genug.

Viele der Flüchtlinge sind handwerklich sehr geschickt und haben tatkräftig mitgeholfen.

Damit sie solche kleineren Reparatur- und Wartungsarbeiten in Zukunft selbst durchführen können, sammeln wir in der nächsten Zeit geeignetes Werkzeug, das dann den Unterkünften zur Verfügung gestellt wird. 


11.4.2016

Drittes „Beinand“ mit Bürgern

und Flüchtlingen am 10. April in Eggstätt

 

„Warum wir hier sind“ – Flüchtlinge erzählen ihre Lebensgeschichte.

 

 

 

 

Am Sonntag, dem 10. April, fand im Pfarrheim St. Georg in Eggstätt das dritte „Beinand“ mit Bürgern und Flüchtlingen statt, das der AK Soziales des Eggstätter Helferkreises organisiert hatte. Dieses Mal sollte ein Thema im Vordergrund stehen, das alle bewegt: Nämlich die

Frage nach den Fluchtursachen und Berichte über persönliche Lebenswege. „Wir sind zwar durch Nachrichten und Dokumentations-sendungen mehr oder weniger informiert“, sagte die Moderatorin zu Beginn, „aber es ist noch einmal etwas ganz anderes, in der

persönlichen Begegnung mit unmittelbar Betroffenen Konkretes über deren Leidenswege zu erfahren und so deren Fluchtmotive empathisch nachvollziehen zu können.“

 

Die Veranstaltung war mit 150 Interessierten wieder gut  besucht. Zu Beginn wurde das Grußwort des Eggstätter Pfarrers verlesen, der

krankheitsbedingt fehlen musste, aber sich für das Engagement der Eggstätter Bürgerinnen und Bürger und für die Offenheit der Flüchtlinge bedankte und dazu aufforderte, „Seite an Seite“ Solidarität zu üben und Verständnis füreinander aufzubauen.

 

Anschließend wurden von Asylbewerbern drei bewegende Vorträge gehalten und von Mitgliedern des Helferkreises übersetzt. Der Sprecher aus Somalia, der auch die Bilder für die Einladungsflyer zum „Beinand“ gemalt hatte, berichtete über den seit 25 Jahren dauernden Krieg in Somalia, über Rassismus, Terrorismus und Machtkämpfe im Land, über Gewalt und Folter, die politisch und rassisch Verfolgte zu

erleiden haben. Die Medien dort seien zensiert, kaum eine objektive Information könne weiterverbreitet werden. Anschaulich wurde seine Darstellung überdies durch bedrückende Bilder, die das Maß der Zerstörung und die lebensbedrohliche Gewalt im Land zeigten.

Als zweiter berichtete ein syrischer Flüchtling über den verheerenden Krieg in seinem Land und erzählte persönlich von seiner Flucht

über die Türkei, das Mittelmeer und Italien nach Deutschland. Nun sei er Eggstätter geworden und sehr dankbar für die viele Hilfe und das Verständnis, dass den Geflüchteten im Dorf entgegengebrachte würde. Der dritte Beitrag wurde von drei Nigerianern vorgetragen,

die – wiederum durch bewegende Bilder unterstützt – von den politischen Unruhen in ihrem Land berichteten, vom Wüten der Terrorgruppe Boko Haram, von den vielen Massakern, die auch ihre Familien betroffen haben, und schließlich von der lebensgefährlichen Flucht durch die Sahara und übers Mittelmeer.

 

Nach all diesen erschütternden Zeugnissen endete die Veranstaltung doch mit Hoffnung und einem Blick in die Zukunft. Der Eggstätter

Bürgermeister, Hans Schartner, ergriff das Wort und bedankte sich dafür, dass in der Gemeinde Eggstätt dank des großen Engagements des Helferkreises und der Integrationsbereitschaft der Flüchtlinge die Bewältigung der Probleme zu 85% gut gelinge. Mittlerweile leben ca. 60 Flüchtlinge in Eggstätt in verschiedenen Unterkünften, darunter mehrere Familien mit Kindern, und es wird getan (mit Hilfe der Ehrenamtlichen und von Seiten der Gemeinde), was notwendig ist – von der Einrichtung und technischen Instandsetzung der Wohnungen über die Hilfe im

Alltag, bei Behördengängen und bei der Arbeitssuche bis hin zur Sprachförderung. Zum Schluss sprachen Vertreter des Helferkreises und

informierten vor allem über die Sprachkurse in Eggstätt, aber auch die erfreuliche Tendenz, dass immer mehr Asylbewerber bei Eggstätter Firmen Praktika machen können, um das Arbeitsleben in Deutschland kennenzulernen. Von den Eggstättern kamen anschließend mehrere Reaktionen, die eine zukünftige Zusammenarbeit signalisierten. Durch die Veranstaltung wurde deutlich, dass die persönliche

Begegnung und die Bereitschaft, sich auf die Einzelschicksale einzulassen, die Basis eines vorurteilsfreien Zusammenlebens schaffen. In Eggstätt jedenfalls ist ein solcher Prozess in Gang gekommen.


8.4.2016

Gestern ist die Unterkunft "Chiemseestr. 12" mit 3 Flüchtlingsfamilien belegt worden.

Es handelt sich um eine Familie aus dem Irak, 2 Erwachsene und 2 Kinder, eine Familie aus Syrien, 2 Erwachsene und 3 Kinder sowie eine Familie aus Afghanistan, ebenfalls 2 Erwachsene und 3 Kinder. 


21.3.2016

„Warum wir hier sind“ – Flüchtlinge erzählen ihre Lebensgeschichte.

 

Drittes „Beinand“ mit Bürgern und Flüchtlingen in Eggstätt

Wann: Sonntag, den 10. April 2016 um 15.00 Uhr

Wo: Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde St. Georg

 

 

Zum dritten „Beinand“, das der AK Soziales des Eggstätter Helferkreises organisiert, wird herzlich eingeladen. Dieses Mal sollen Berichte einiger Flüchtlinge über ihre Beweggründe zur Flucht und ihre Erlebnisse und Erfahrungen im Mittelpunkt stehen.

Dies scheint uns wichtig zu sein: Als beim letzten „Beinand“ Bilder von Somalia gezeigt wurden, war zu hören: Dort ist es doch so schön, warum flüchten die Menschen zu uns?

Nachdem die Geflüchteten nun schon einige Monate bei uns im Ort leben und zunächst ein erstes Kennenlernen und die ganz konkrete Starthilfe im Vordergrund standen (Ausstattung, Sprachkurse, Sportaktivitäten, Alltagbegleitung, Kindergarten-  und Schulbesuch etc.), ist es jetzt an der Zeit, auch etwas über die Auslöser der Flucht und die Leidenswege zu erfahren.

Gerade in der angespannten flüchtlingspolitischen Lage und der polarisierten gesellschaftlichen Stimmung  können solche persönlichen Berichte Vorurteile abbauen und Brücken bauen. 


21.3.2016

 

Senioren und Flüchtlinge gemeinsam beim Ramadama

 

Das Wetter passte: Am sonnigen Frühlings-Nachmittag des 18. März trafen sich Eggstätter Senioren und einige Flüchtlinge zum diesjährigen ‚Ramadama‘. Das gemeinsame Aufsammeln von Müll auf den Wegen rund um Eggstätt hat bereits Tradition: Seit 2004 wird es vom Seniorenclub Eggstätt (SCE) jeweils kurz vor Ostern veranstaltet, damit die Spaziergänger (und Ostereier suchende Kinder) die Wege rund um unseren Ort sauber vorfinden. Die Senioren möchten auf diese Weise der Gemeinde etwas „zurückgeben“. Dies wünschen sich ebenso die Flüchtlinge, die seit November in unserem Ort leben und ihre Dankbarkeit zeigen wollen für alles, was hier für sie getan wird.

Heuer konnten nicht alle Senioren teilnehmen, zwei Mitglieder des SCE waren krankheitsbedingt leider verhindert. So war es sehr willkommen, dass Verstärkung aus dem Kreis der Flüchtlinge organisiert wurde. Auch einige Schulkinder gesellten sich zum Helfen dazu. Man traf sich am frühen Nachmittag und machte sich in Kleingruppen auf den Weg, ausgestattet mit großen Müllbeuteln und Greifzangen. 27 km waren insgesamt abzulaufen – die Wege nach Meisham, der Hartsee-Rundweg, die Strecke nach Stephanskirchen, der Weg von Straß nach Aich, die Hofsee-Runde sowie die Wiesenränder an der Landstraße zum Natzinger Kreisel. Insgesamt ca. 120 Liter Abfall wurden eingesammelt – von Flaschen und Dosen über Papier und Plastiktüten bis hin zu Hundekotbeuteln! Die gute Nachricht ist: Diesmal kam auf den Wanderwegen weniger Müll zusammen als in den letzten Jahren – vielleicht ist das Bewusstsein dafür gewachsen, dass wir unsere Umwelt auch durch alltägliche Sorgfalt schützen können! Allerdings werden von Autofahrern die Wiesenränder längs der Landstraße weiterhin unvermindert zur Müllentsorgung missbraucht.

Nach getaner Arbeit trafen sich alle zufrieden am Rathaus. Es gab Kaffee und Kuchen, und einer der Flüchtlinge sagte: „Jetzt bin ich glücklich“. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an alle, die sich an dieser tollen Aktion beteiligt haben!   


1.3.2016

Hilferuf des Regierungsrates Dr. Diller an alle Flüchtlingshelfer. Die

Helferkreise werden in diesem Hilferuf gebeten, sich umzuhören, ob es jemanden gibt, der einem Flüchtling oder einer Flüchtlingsfamilie eine Wohnung zur Verfügung stellen kann.

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Hilfeaufruf an Ehrenamtliche und Gemeind
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11.2.2016

Liebe Eggstätter Mitbürger und Mitbürgerinnen,

 

ab sofort können bei der Gemeinde Spenden für unsere Asylbewerber gegen Spendenquittung eingehen.

 

Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling          DE77 7115 0000 0000 1702 17      BYLADEM1ROS

VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG         DE98 7116 0000 0002 6009 94      GENODEV1VRR

 

Es muss jedoch bei Verwendungszweck „Flüchtlingshilfe oder Asylbewerber“ angegeben werden.

 

Diese Spendengelder werden von der Gemeinde verwaltet.


2.2.2016

Heute sind in die Unterkunft "Natzing 4" 7 Personen eingezogen. Es handelt sich um eine Familie aus dem Irak, 2 Erwachsene und 5 Kinder.

Der Bürgermeister und eine Person aus dem Helferkreis waren zur Begrüßung anwesend. Da das Haus direkt an der Hauptstrasse nach Prien liegt, bitte wir Sie alle, beim Vorbeifahren auf die Kinder zu achten und das Tempo etwas zu reduzieren.


26.1.2016

Aktuelle Informationen zur weiteren Belegung unserer Gemeinde mit Flüchtlingen:

Das Landratsamt hat uns mitgeteilt, dass 2 weitere Unterkünfte angemietet worden sind. Das Haus "Natzing 4" wurde zum 1.1.2016 angemietet, dort ziehen 7 Personen ein. Das Haus "Chiemseestr. 12" ist zum 1.2.2016 angemietet, es werden hier 12 Personen erwartet.

Wann die neuen Flüchtlinge einziehen werden, ist uns nicht bekannt, dies erfahren wir leider immer sehr kurzfristig.


25.1.2016

Ende letzter Woche wurde ein syrischer Flüchtling, der bisher An der Ache untergebracht war und sein 4-jähriger Sohn nach Kiefersfelden verlegt. Die beiden freien Plätze sind heute an eine junge Frau aus dem Irak und ihre 2-jährige Tocher vergeben worden.


18.1.2016

 

Zweites „Beinand“ mit Eggstätter Bürgern und Flüchtlingen

 

Zum zweiten Mal fand am Sonntag, dem 17. Januar, ein sogenanntes „Beinand“ statt, ein geselliges Zusammensein von Bürgerinnen und Bürgern mit den Flüchtlingen, die seit Ende Oktober in unserer Gemeinde wohnen.  Dieses Mal war es ein gemütliches Kaffeetrinken am Nachmittag, zu dem der Arbeitskreis „Soziales“ des Helferkreises ins Pfarrheim der katholischen Kirchengemeinde St. Georg eingeladen hatte. Kuchen und ein vielfältiges internationales Angebot an süßen Leckereien waren von Einheimischen und ihren neuen Mitbürgern zum Buffet beigesteuert worden, unter anderem auch ein Apfelkuchen, der von Eggstättern und einigen Asylbewerbern gemeinsam gebacken worden war.

 

Das Interesse war auch dieses Mal wieder groß. Über 120 Gäste kamen zu der Veranstaltung: als Vertreter der Kirchengemeinde u.a. Altpfarrer Nepomuk Huber, für die Gemeinde der Erste Bürgermeister Schartner mit Gemeinderäten und Mitarbeiter/innen der Verwaltung, ebenso zahlreiche Senioren, Eggstätter Familien und die Geflüchteten aus Syrien, Somalia, Nigeria, Mali und Myanmar. Der Rahmen war auch dieses Mal besonders schön gestaltet: Der Raum war frühlingshaft  – dem heftigen Wintereinbruch zum Trotz – mit Ranunkeln und Tulpen geschmückt.

 

Eine schöne Überraschung war die kleine Kunst-Ausstellung von Bildern, die ein somalischer und  ein Eggstätter Maler gemeinsam vorbereitet hatten: eine afro-bayrische Kooperation! Der Maler Ibrahim Ali aus Somalia hatte außerdem im Vorfeld das Plakat für das Beinand entworfen. Die musikalische Umrahmung gestaltete Familie Gilck mit ihrem Cello-Ensemble, das ein barockes Werk von Vitali und eine zeitgenössische finnische Komposition aufführte.

 

Einen weiteren besonderen Akzent bildete eine Powerpoint-Präsentation mit Fotos und Bildern über das Leben in Somalia: über die Landschaft und die heimischen Pflanzen, über Traditionen und Bräuche, über die Essenskultur und das Alltagsleben. Diese Präsentation war vor allem auch deshalb wichtig und bedeutsam, weil die Einheimischen natürlich mehr vom Land, von der Natur und den Bräuchen unserer neuen Mitbürger wissen wollen – und sollten. Besonders bemerkenswert war im Übrigen, dass eine seit einiger Zeit in Bernau lebende Somalierin die Darbietung in einem einwandfreien Deutsch kommentierte und erklärte. Spontan ergänzt wurde die Vorstellung durch eine Tanz-Vorführung der somalischen Männer.

 

Das persönliche Kennenlernen, der Abbau von Vorurteilen und Ängsten, aber auch ein deutliches Zeichen gegen die schrecklichen Ereignisse von Köln oder Paris zu setzen – das war und ist das Ziel des Helferkreises. Die Integration im Ort ist mit vielen kleinen Ansätzen auf einem guten Weg: in Alltagsfragen, im Deutschunterricht der Ehrenamtlichen, bei der Unterstützung der Familien und in der schulischen Begleitung, mit der Hilfe bei Behördengängen oder Arztbesuchen und durch der Einbeziehung der Flüchtlinge ins Vereinsleben, insbesondere in den Sportverein ASV.  – Das „Beinand“ will helfen, alle, die alten und die neuen Mitbürger, für das alltägliche Leben miteinander zu gewinnen. Da das mit zwei Begegnungen noch nicht getan sein kann, findet es in Zukunft in regelmäßigen Abständen statt.


27.12.2015

Sicherlich sind vielen Eggstätter Bürgern schon Flüchtlinge aufgefallen, die mit ihren Fahrrädern bei Nacht und Nebel ohne Beleuchtung auf unseren Strassen unterwegs waren. Damit sollte ab heute Schluss sein. Wir haben die vorhandenen Radl heute mit Beleuchtung versehen!


10.12.2015

Heute Nachmittag erhalten alle Geflüchteten eine Verkehrsschulung durch einen Polizisten aus Prien. Dies dient nicht nur ihrer Sicherheit sondern auch den Eggstättern. Einige haben sicher bereits im Dunkeln beinahe einen der neuen Mitbürger auf der Straße übersehen, wenn diese mit dem Radl unterwegs sind.


10.12.2015

Besuch des Eggstätter Weihnachtsmarkts am 05.12.2015

Mit einem Großteil der Geflüchteten sind einige Helfer zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts gegangen. Wir wollten ihnen unsere Tradition in der Adventszeit näher bringen. Die Moosschützen hatten die Geflüchteten sogar eingeladen, die Eröffnung mit den Böllerschüssen live mit zu erleben. Es war dann auch für alle mehr als interessant und der Markt hat ihnen sehr gut gefallen. Besonders am Feuer haben sich alle sehr wohl gefühlt.


30.11.2015

Unter dem schönen Motto „Beinand“ fand in Eggstätt am Spätnachmittag des Ersten Advent ein multikulturelles Zusammensein zur Begrüßung der neuen Mitbürger statt. Seit einigen Wochen leben ja 39 Flüchtlinge aus Syrien, Somalia, Nigeria, Mali und Myanmar in unserer Gemeinde; der Arbeitskreis ‚Soziales‘ unseres Helferkreises hatte zu dem Kennenlernabend eingeladen. Das Pfarrheim St.Georg, das die katholische Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt hatte, war mit 150 bis 200 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt, viele Eggstätterinnen und Eggstätter waren der Einladung gefolgt.

 

Zu Beginn begrüßte einer unserer Koordinatoren des Helferkreises den ersten und den zweiten Bürgermeister sowie Vertreter des Gemeinderats und der Kirchengemeinde und dankte den vielen Helfern, vor allem aber auch den Asylbewerbern, für das Zustandekommen des Festes. Denn diese hatten mit viel Liebe und Einsatz die köstlichsten  Gerichte gekocht, um sich auf diese Weise für die Gastfreundschaft zu bedanken. Zusammen mit zahlreichen einheimischen Schmankerln bot sich das Bild eines äußerst bunten, außergewöhnlichen Buffets. Die syrischen und somalischen Köche erklärten den Anwesenden die Speisen ihrer Heimat – eine Somalierin, die schon anderthalb Jahre in Deutschland lebt, tat dies in fast fehlerfreiem Deutsch!

Hauptanliegen der Veranstaltung waren das gegenseitige Kennenlernen und der Kulturaustausch. So kamen viele Mitbürger mit den Flüchtlingen ins Gespräch, wobei, wie anfangs betont wurde, die Kommunikation in drei Sprachen stattfinden konnte: auf Deutsch, Englisch und – Bayerisch! Bayrisch zu lernen sei eines ihrer Ziele, meinte dazu einer der neuen Mitbürger. Aber auch künstlerisch wurde das Zusammensein begleitet: Der somalische Künstler Ali Ibrahim (Künstlername: Iba Arts) stellte Bilder aus, die er aus Dankbarkeit für die große Hilfsbereitschaft an Interessierte verschenkte. Außerdem gab eine Gruppe von Nigerianern und Somaliern eine fulminante Trommeleinlage, zu der ausgelassen getanzt und geklatscht wurde. Einige Mitglieder des Priener Gospelchors antworteten mit afrikanischen Liedern. Am Ende wurde ein Video über die Kultur und das Leben in Somalia gezeigt. Was der Helferkreis zu Beginn mit auf den Weg gab, ist ganz bestimmt gelungen: Nur wenn man sich begegnet, miteinander spricht und feiert, können Ängste und Grenzen überwunden werden. Die Stimmung war jedenfalls großartig. Und das, wozu wir die Besucher zu Beginn aufgemuntert hatten, werden sie hoffentlich tun: Weitererzählen, was sie Besonderes erlebt haben.


26.11.2015

In der Mittelschule in Bad Endorf war heute Weihnachtsmarkt. Flüchtlingsjugendliche aus Eggstätt sind dort in der Übergangsklasse und haben auch beim Aufbau geholfen. Helfer haben sie begleitet und es gab auch Kulinarisches aus fernen Ländern. 

Und alle freuen sich auf das Beinand am Sonntag im Pfarrhaus.


21.11.2015

Multi-Kulti-Party im Werk2 der Tanzschule Ziegler in Prien. Es war ein toller Abend, sowohl unsere Flüchtlinge aus Eggstätt als auch die HelferInnen haben sich bestens unterhalten. Mit ca. 8 privaten Autos sind wir nach Prien gefahren. Die dortigen Organisatoren hatten alles super vorbereitet So gab es nicht nur Musik zum Abtanzen sondern auch Percussion-Einlagen der Flüchtlinge. Sie trommelten was das Zeug hält und auch die Eggstätter Flüchtlinge ließen es sich nicht nehmen und gaben eine Einlage. Es war ein Abend zum Kennenlernen in einem anderen Umfeld, was allen unheimlich gut tat. So tanzten nach anfänglichem Zögern alle miteinander und hatten sichtlich Spaß dabei. Und die Flüchtlinge freuten sich besonders, dass die Helfer und Helferinnen mitmachten. Viele machten mit ihren Handys Fotos und schickten sie ihren Lieben nach Hause. Wir hatten das Gefühl, sie waren für eine kurze Zeit von ihren Problemen abgelenkt. Als es um 24 Uhr hieß, alle bitte zum Ausgang, ging es super diszipliniert zu und alle standen wie vereinbart an den Autos zur Rückfahrt. Beim Eiskratzen auf den Windschutzscheiben halfen sie dann sofort mit, alle freuten sich auf ein warmes Zuhause.


18.11.2015

Nachdem uns unsere afghanische Familie wieder verlassen hatte, ist das freie Zimmer "An der Ache" heute wieder belegt worden.

Es sind eingezogen: Eine junge Frau mit ihren beiden Neffen. Der Einzug klappte problemlos, die Wohnung, in der jetzt 9 syrische Menschen leben, ist bereits durch viele Spenden der Eggstätter Bürger/-innen recht gut ausgestattet. 


16.11.2015

Die Neu-Eggstätter gewöhnen sich immer mehr an die neue Umgebung. Seitdem sie Radln gespendet bekamen, sind viele eifrig am Üben. Einige haben noch nie auf einem Radl gesessen. Die Verkehrsregeln haben ihnen die Helfer natürlich gleich vermittelt, aber es ist viel zu lernen. Wir bitten die Eggstätter um Nachsicht, wenn es anfangs nicht so 100%ig klappt. 

Wahnsinnig gerne spielen sie Fußball, deshalb verbringen sie viel Zeit auf dem Sportplatz, solange das Wetter mitspielt.

Da viele sich selbst Deutsch beibringen, werden die Helfer teilweise schon auf Deutsch begrüßt. 


13.11.2015

Nach einer Woche wird es für die Helfer langsam etwas übersichtlicher in dem Haus Kirchmeierstr. Das Wetter ist nach wie vor schön und so sind viele Flüchtlinge mit den Radln unterwegs und erkunden die Gegend. Aber sie sind keine Profis im  radln. Sie haben es nicht wie bei uns von klein auf gelernt. Am Wochenende werden wir ihnen  Warnwesten geben, damit es für sie und auch die Eggstätter sicherer wird.

Der Helferkreis ist noch sehr damit beschäftigt, die Zimmer besser auszustatten. Aber es wird allmählich gemütlicher. 

Heute sind einige Helfer mit einer kleinen Gruppe nach Bad Endorf zum Aldi gefahren. Das fanden sie toll und haben sich mehrmals bedankt. Den Second Hand Laden des Roten Kreuzes haben wir ihnen auch gezeigt und einige haben sich gleich warme Kleidung gekauft. 

Eine Gruppe Jugendliche aus Eggstätt haben heute die Flüchtlinge besucht und mit ihnen Mensch-Ärger-dich-nicht gespielt. Da war eine gute Stimmung in der Küche!


Nun sind wir auf der Suche nach Fußballschuhen und Trainingskleidung, weil 13 Flüchtlingen im Sportverein mitmachen wollen. Sie sind große Fußballfreunde und einige sogar Bayern München Fans.

Die beiden Familien gewöhnen sich auch ein und richten sich ihr neues Zuhause mit den Spenden wohnlich ein.



12.11.2015

2 Familien sind heute Nachmittag in ihrem neuen Domizil angekommen. Eine Familie kommt aus Syrien.  Sie haben sich schnell mit dem neuen Zuhause angefreundet. Die andere Familie mit einem keinen Buben kommt aus Afghanistan. Der Helferkreis hatte im Vorfeld Spiele gespendet  und während die Erwachsenen die Küche einräumten und  einkaufen gingen, konnten wir die Kinder beim Schachspielen beobachten.


11.11.2015

wir haben soeben erfahren, dass in das Haus „An der Ache“ morgen Familien aus Syrien und Afghanistan einziehen. Insgesamt sind es 9 Personen, davon 4 Kinder.



10.11.2015

Heute haben sich alle Flüchtlinge bei der Gemeinde angemeldet. Wir haben viele Christen dabei, die dem katholischen Glauben angehören.

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6.11.2015

heute gegen 14.00 Uhr sind unsere Flüchtlinge eingetroffen, 30 junge Männer aus verschiedenen Ländern:

Nigeria: 13  Mali:2  Myanmar: 2  Syrien: 10  Somalia: 2   Staatenlos: 1

Von der Gemeinde waren Bürgermeister Schartner und Frau Ernst sowie drei weitere Helfer anwesend.
Daneben 4 Personen vom Landratsamt, 1 Person vom Sicherheitsdienst aus Prien, 2 Leute von der Caritas.

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5.11.2015

Information vom Landratsamt Rosenheim:

Die „Kirchmeierstr. 7“ in Eggstätt wird am morgigen Freitag, 06.11., im Laufe des Vormittages mit insgesamt 30 Personen belegt. Hier werden Asylbewerber aus der Turnhalle Prien abverlegt. Leider wurde das Mietobjekt erst vor kurzem abgenommen, so dass wir Sie nicht früher informieren konnten.

 

Die Unterkunft „An der Ache 2“ in Eggstätt wird am 12.11. mit insgesamt 9 Personen belegt.

 

Der zuständige Soziale Dienst, sowie die örtlich zuständige Polizeidienststelle werden über die Belegung in Kenntnis gesetzt.

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30.10.2015:

Mit der Ankunft der Flüchtlinge ist nach Aussage unserer Gemeinde voraussichtlich ab 02. November zu rechnen. Entgegen der ursprünglichen Angabe von 39 Personen werden es nur noch 30 Personen sein.


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