22.02.2016

Mittlerweile hat sich einiges getan. Alle Flüchtlinge hatten ihren ersten Termin beim BAMF in München und viele auch schon den zweiten Termin, bei dem sie den Asylantrag stellen konnten. Dies ist der eigentlich wichtige Termin, da hier eine Anhörung stattfindet. Bei fast allen war der erste Termin "umsonst", denn da wurden sie nach langer Wartezeit einfach wieder heimgeschickt. Nach dem Termin mit dem Asylantrag heißt es wieder warten. Das ist dann sehr unterschiedlich, teilweise mehrere Wochen. Ein Syrer hat nun eine 3-jährige Genehmigung in Deutschland zu bleiben. Er ist auf der Suche nach einer Arbeit.

 

Eine Information aus dem vorletzten echo vom 10.02.2016:

Nachbarschaftshilfe durch Asylbewerber zulässig

 

Hilfe aus Gefälligkeit fällt nicht unter ,,Schwarzarbeit“

Asylbewerber und Flüchtlinge sind in Sachen Nachbarschaftshilfe der Wohnbevölkerung gleichgestellt. Sie dürfen gegen „geringes Entgelt“ gelegentliche Hilfe leisten.

Nachbarschaftshilfe ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit und geeignet das bloße Kennen der Nachbarn in gute Nachbarschaft oder Freundschaft weiterzuentwickeln. Große Unsicherheit besteht aber offensichtlich darin, ob die einheimische Wohnbevölkerung Nachbarschaftshilfe von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Anspruch nehmen darf und ob diese dafür eine Anerkennung annehmen dürfen.

 

Wer also als Privatperson gelegentliche Unterstützung etwa beim Küche weißeln, beim Autopolieren, Rasenmähen, beim Schneeräumen und vielem mehr braucht, darf sie auch von Asylbewerbern und Flüchtlingen aus seiner Umgebung erbitten. Dafür darf er auch ein geringes Entgelt bezahlen ohne Bedenken haben zu müssen durch ausländerskeptische Mitbürger angeschwärzt zu werden. Solche Bedenkenträger würden sich lediglich als unzureichend informierte Zeitgenossen entlarven. Wir möchten alle, dass sich Zuwanderer hier integrieren, egal ob sie auf Dauer bleiben können oder später wieder ausreisen müssen. Helfen wir ihnen, indem wir ihre Hilfe in Anspruch nehmen. Beide Seiten können dabei voneinander lernen.


12.01.2016

Arbeitskreis Behördengänge - was machen wir da? Die ersten Wochen erst mal nichts. Aber nun, da die ersten Flüchtlinge aus Eggstätt ihre ersten Termine beim BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) hatten, bekommt dieser Arbeitskreis auch etwas zu tun. 

Wir möchten hier kurz skizzieren, wie der Ablauf momentan für die hiesigen Flüchtlinge ist.

1. Eine erste Anhörung, sprich Einladung zu einem Termin, nach München ins dortige BAMF. Dort erhalten die Flüchtlinge in der Regel auf ihrer Meldebescheinigung, auch BüMA genannt, einen Stempel, der sie zu einer Verlängerung der BüMA berechtigt. 

2. Die Verlängerung der BüMA erfolgt durch das Landratsamt Rosenheim. Hierfür vereinbart die Gemeinde Eggstätt einen Termin.

3. Eine weitere Einladung nach München zur eigentlichen 1.Anhörung und Möglichkeit, einen Asylantrag zu stellen, erhalten die Flüchtlinge dann je nach Nationalität einige Wochen oder Monate später. Wie das abläuft, können wir noch nicht sagen.