6.5.2016

Alle schulpflichtigen Kinder dürfen zwischenzeitlich die Schule besuchen. Ganz stark betroffen ist die Eggstätter Grundschule mit sechs Kindern in der ersten Klasse. Die Grundschule wird teilweise am Vormittag durch zwei Helfer aus unserer Gruppe unterstützt.

Für die Hausaufgabenbetreuung der Erstklässler und die Betreuung und den Spracherwerb der nicht versorgten Kindergartenkinder haben sich neue Mithelfer gemeldet. Es besteht aber nach wie vor Bedarf an weiteren Mithelfern für Grundschulkinder und nicht versorgte Kindergartenkinder.


18.4.2016

Erneut sind Familien bzw. Mütter mit ihren Kindern aus Syrien, Irak und Afghanistan angekommen. Es sind wieder angenehme Familien. Vier neue Schulkinder sind angemeldet und bis auf zwei, die noch bis zum 25.04. warten müssen, bereits in der Schule. Die Kinder haben freudig Luftsprünge gemacht als sie in die Schule durften.

 

Wir haben nun sechs Schulkinder in Eggstätt und drei in Bad Endorf. Zwei Kinder sind im Kindergarten und sieben Kindergartenkinder noch ohne Kindergartenplatz. Die Helfergruppe kommt nun an die Kapazitätsgrenze und sucht für die Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung weitere Mithelfer ebenso für die Betreuung und Sprachförderung der sieben Kleinkinder.

 

Viele Grüße , Ihr Arbeitskreis Sprachförderung


10.4.2016

Seit 4.4. hat nun ein weiteres Kindergartenkind aus Natzing einen Platz im Kindergarten. Wie bei den Schülern durch Schule und Gemeinde erfahren wir auch hier durch die Gemeinde und den Kindergarten viel Mithilfe bis hin den Weg von Natzing zu organisieren. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Danke.

 

In der Chiemsseestrasse sind nun neue Kinder und Schulkinder angekommen,  unser Helferkreis kommt jetzt an die Kapazitätsgrenzen und wir würden uns über weitere Mithelfer für die Hausaufgabenbetreuung (Erstklässler) , sprachliche Mithilfe am Vormittag in der ersten Klasse und Förderung der Kindergartenkinder, die keinen Platz haben, freuen. 


2.3.2016

 

Die Zwischenzeugnisse sind ausgeteilt, neue Schüler sind gekommen, Erfahrungen sind gesammelt, es ist Zeit wieder die Seite zu aktualisieren.

 

Nach anfänglichen Problemen wegen Fehlzeiten in den Schulen haben unsere Schüler gelernt, dass auch bei Schnee in Deutschland die Schule nicht ausfällt und gehen fleißig in den Unterricht. Um die Schulpflicht zu begreifen waren aber bei den älteren Schülern viele Telefonate und Gespräche notwendig. Dieser Einsatz und die nun fast tägliche Hausaufgabenbetreuung haben sich gelohnt.

 

Die älteren Schüler in der Übergangsklasse Bad Endorf haben gute und sehr gute Beurteilungen. Mit dem Ältesten ist bereits eine gute Unterhaltung auf Deutsch möglich und er übernimmt schon manchmal leichte Dolmetschertätigkeiten. Momentan freut er sich aufs Training im Fußballverein. Für den Jüngeren ebenfalls sehr Intelligenten wurde aus unserer Runde ein Konzentrationstraining angesetzt um seine Leistungen zu verbessern.

 

Einer der älteren Schüler wurde auf seinen Wunsch vom Jugendamt in die Clearing-Stelle nach Attl verlegt, weil seine Eltern in Syrien glauben, so schneller im Rahmen der Familienzusammenführung nach Deutschland zu kommen.

 

Seit den Faschingsferien ist in der Übergangsklasse in Bad Endorf ein Mädchen aus der neuen Familie in Natzing. Auch für sie gab es von der Lehrerin schon erste positive Rückmeldungen. Auch sie kann  wie die Jungs seit Herbst mit einer Helferin in der Früh nach Bad Endorf mitfahren, da sie sonst eine Stunde bis Schulbeginn warten müssten.

 

Der Junge in der ersten Klasse in Eggstätt geht sehr gerne zur Schule, macht gut mit und ist besonders gut im Rechnen. Natürlich hat er mit Schreiben und Lesen noch Schwierigkeiten und erhält, von der Schule organisiert, an zwei Nachmittagen einen Crashkurs in Prien. Drei Mütter aus der Helferrunde wechseln sich bei den Fahrten nach Prien ab und geben außerdem mit Anderen Hausaufgabenhilfe und feinmotorisches Training. Der Junge hat also volles Programm, das allerdings auch sehr spielerisch und locker gehandhabt wird.

 

Während der Schulzeit besucht er und eine neue Erstklässlerin aus der Natzinger Familie eine Kunsttherapiestunde von einer Helferin aus unserer Gruppe zur Aufarbeitung möglicher Traumata vor allem aber auch zum Wahrnehmungs- und feinmotorischen Training.

 

Wie aus dem bisherigen Text hervorgeht wurden die Schüler der neuen irakischen Familie von uns an den Schulen angemeldet und die Anträge beim Sozialamt für Schulmaterial usw. gestellt – zwischenzeitlich mit mehr Erfahrung.

Wie beim letzten Mal waren die Sekretärinnen und Lehrer sehr behilflich, auch bei der Beschaffung von Schulmaterial usw. Überhaupt muss den Schulen ein dickes Lob für die gute unkomplizierte Zusammenarbeit ausgesprochen werden.

 

Obwohl es nicht unbedingt zum Aufgabenkreis schulische Integration gehört, haben wir die drei Kindergartenkinder auch in den Kindergärten angemeldet. Es steht momentan allerdings nur für das Vorschulkind ein Platz im kirchlichen Kindergarten zu Verfügung, den er am 1.März angetreten hat. In der Schule ist er für das neue Schuljahr auch angemeldet.

 

Sehr motivierend ist, wenn man eine Helferin auf dem Teppich sitzen sieht, fünf Kinder und die Eltern mit roten Backen um sie sitzen und alle mit Begeisterung das Alphabet und Wörter lernen und uns vergeblich ihre Sprache beibringen wollen. Oder wenn die Jugendlichen mit den Erwachsenen um einen Atlas auf dem Küchentisch herumstehen und sich etwas über Deutschland erzählen lassen und wir etwas über Ihre Länder erfahren.

Das ist ein kleiner Ausschnitt aus Eggstätt. Wenn man denkt dass es davon viele Tausend in Deutschland gibt kann man Hoffnung haben.

Auf diese Helfer, dieses Deutschland und diese Flüchtlinge, die ihr Schicksal in die Hand nehmen kann man stolz sein.

 

Aufmerksam sollte uns eine Anmerkung machen, die schon von den Schulen kam:

 

Wir haben auch viele arme polnische, rumänische und sonstige europäische Kinder mit Sprachproblemen hier. Wer hilft denen?


In der 47. Woche im November erfolgte die Einschreibung von Ibrahim als Erstklässler in der Grundschule Eggstätt. Die Sekretärin der Schule half bei den Formalitäten und stellte für die größeren Schüler die Verbindung zur Mittelschule in Prien her. Außerdem organisierte sie mit den Eltern zusammen Schulmaterial und Sportkleidung. Dafür herzlichen Dank.

Zwei Erstklasseltern aus dem Helferkreis stellten sich als Ansprechpartner für die Schule zur Verfügung und für die Unterstützung von Ibrahim.

Ebenfalls erfolgte in dieser Woche die Anmeldung von Hafiz im Kindergarten in den er ab 01.12.2015 aufgenommen wurde.

 

Die Anmeldung der größeren Schüler in Prien und die Überstellung nach Bad Endorf war am 24.11.2015 und 26.11.2015.

Auch hier stellte sich ein Mitglied des Helferkreises als Ansprechpartner für die Schule zur Verfügung und sorgte für die Beschaffung des Schulmaterials.

Parallel wurde versucht, einen 16-Jährigen aus der Kirchmaierstr. schulisch unterzubringen, was wegen Überfüllung der entsprechenden Berufsschulklassen im Landkreis nicht erfolgreich war.

Seit diesem Zeitpunkt erhielten die Kinder an der Ache zweimal in der Woche zusätzliche Sprachförderung und Hausaufgabenhilfe, auch in den Ferien. Die Erwachsenen schlossen sich teilweise dieser Sprachförderung an oder erhielten Einzelunterricht. Seit Schulbeginn nach den Weihnachtsferien erfolgt an vier Tagen zusätzliche Sprachförderung und Hausaufgabenbetreuung. Am Dienstag sogar mit Dreifachbesetzung.

 

Da die Helfer dieses Arbeitskreises fast täglich an der Ache waren, blieb es nicht aus, dass sie von den Bewohnern für alle möglichen Lebensbereiche und Fragen in Anspruch genommen wurden, sei es die Anmeldung bei der Gemeinde, Arztbesuche, notwendige Fahrten, Anträge und Formulare, Konflikte zwischen den Bewohnern und mit dem Eigentümer, technische Probleme im Haus u.s.w., u.s.w.

Oftmals blieb dann keine Zeit mehr für die Lernförderung und Hausaufgabenhilfe. Zweimal musste für Konflikt- und Informationsgespräche ein Dolmetscher organisiert werden.

Am 12.01.2016 wurde jedem Erwachsenen ein Leitz-Ordner zur Verfügung gestellt und die zwischenzeitlich für ihn und die Kinder aufgelaufene Papier- und Bescheidflut  einsortiert. 

 

Für die Helfer dieses Arbeitskreises wird es eine Entlastung sein, wenn nun zwei Hausverantwortliche installiert sind und sich der Arbeitskreis Schulische Integration auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren kann.