Afghanistan

 

Sprachen:

 

Landessprachen: Zwei offizielle Landessprachen Dari (50%) und Paschtu (35%). Daneben Turksprachen (insb. Usbekisch und Turkmenisch) 11% und zahlreiche weitere Sprachen. Viele Bürger sind zweisprachig.


Religionen:


Religionen: 99% Muslime (80% Sunniten und 19% Schiiten), sonstige 1% (geschätzt 2012)

Quelle: Auswärtiges Amt


Menschenrechte:


Amnesty International dokumentierte in zahlreichen Hafteinrichtungen in Afghanistan Folter und Misshandlungen. Journalisten wurden festgenommen, geschlagen oder getötet. Die Todesstrafe wird immer noch vollzogen. Viele Kinder werden in Afghanistan zwangsverheiratet und häusliche Gewalt ist weit verbreitet.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan#Menschenrechte


Frauen:


Vor allem in Städten und größeren Orten gehen Frauen meist nur mit Ganzschleier (Burka) aus dem Haus. Allerdings wurde die Burka nur in größeren Städten üblich. Auf dem Land war die Burka nicht üblich, da sie etwa bei der Feldarbeit hinderlich ist. Nur in der kurzen Phase der kommunistischen Regierung 1978 und während deren Unterstützung durch sowjetische Truppen seit 1979 erhielten Frauen teilweise formale Selbstständigkeit, Freiheit und Schulbildung.

Die Taliban verpflichteten Mitte der 1990er Jahre alle Frauen zum Tragen einer Burka. Bei den Tadschiken und den anderen Volksgruppen war diese Tradition bis dahin nicht weit verbreitet. Die Burka-Pflicht wurde 2001 offiziell wieder aufgehoben, die Burka bleibt jedoch weiterhin die gewöhnliche Kleidung für die meisten Frauen.

Nur wenige Frauen wagen es, sich ohne männliche Begleitung in der Öffentlichkeit zu bewegen. Übergriffe gegen Frauen sind in Kabul und anderen größeren Städten nicht selten – obwohl die Lage zumindest hier durch ausländische Truppenpräsenz einigermaßen stabil ist.

Unter den Taliban war Frauen die Berufstätigkeit verboten, auch den Mädchen war es untersagt, eine Schule zu besuchen. Da es durch den Krieg allein in Kabul etwa 30.000 Witwen gab, waren diese völlig auf sich allein gestellt. Vielen blieb nichts anderes übrig, als zu betteln.

Der Eheliche Beischlaf ist seit 2009 in Artikel 132 Gesetzes zur Regelung des Familienlebens verpflichtend. Dort steht: "Die Frau ist verpflichtet, den sexuellen Bedürfnissen ihres Mannes jederzeit nachzukommen." Nach Artikel 133 können Ehemänner ihre Frauen von unnötiger Beschäftigung abhalten. Und auch wenn Frauen das Haus verlassen wollen, müssen sie zuerst die Erlaubnis des Ehemanns einholen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan#Frauen


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